Hier ein kleines Update zur gesundheitlichen Entwicklung. Ich wollte es nicht in den vorherigen Post einbinden, weil es dessen konzeptuelle Reinheit gestört hätte.
Wie ich vielleicht schon berichtete wurde ich vom Neurologen an einen Psychotherapeuten (Spezialisierung Verhaltenstherapie) meiner Wahl überwiesen. Die Suche nach einem geeigneten erwies sich als extrem beschwerlich, so dass ich mir wilde Kriterien auswählen musste, um fündig zu werden:
- Älter als 40, damit sie eine Lebenserfahrung aufweisen, die meine nicht unterschreitet
- akademischer Grad, damit sie eine Ausbildung genossen haben, die meine nicht unterschreitet
Aber das ist totaler Quatsch, denn erstens gibt es nur 12 im Stadtgebiet von Bremen (3 davon sind Veterinäre) und wenn ich zweitens das letztere Kriterium anwende schnurrt das Feld auf 2 einsame Seelen zusammen. Also werde ich alle 9 Clowns anrufen, die übrig bleiben in der Reihenfolge ihrer minimalen Entfernung (wie der Worg läuft, nicht wie der Nazgûl fliegt) und mich dann für einen Kompromiss aus zeitlicher und räumlicher Verfügbarkeit entscheiden. Ich rechne nicht vor März mit einem ersten Gesprächstermin. Immerhin habe ich nach meinem heutigen Termin beim Neurologen eine Telefonnummer bekommen, wo es schneller gehen kann.
Ach ja, die medikamentöse Behandlung wird fortgesetzt bis zur Therapie, dann werden die Tabletten abgesetzt. So ist der Plan.
Außerdem habe ich eine neue Überweisung bekommen, die meine Diagnose noch einmal präzisiert. Eine alte Diagnose wurde abgeschwächt, dafür habe ich eine neue hinzubekommen.
Ich leide jetzt an F32.1G (Mittelgradige depressive Episode) runter von F32.2G (Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome). Dafür habe ich jetzt F34.1G (Dysthymia) hinzubekommen. Das G steht dabei für gesichert, im Gegensatz zu V für Verdacht.
Ich nehme das mal als kleine positive Entwicklung in die richtige Richtung.
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