Sonntag, 6. März 2011

Der verlorene Krieg


Eine weitere halbstündige Dokumentation über den Krieg in Afghanistan, diesmal aus der Perspektive amerikanischer Soldaten. Die ganze Sinnlosigkeit dieser Unternehmung wird überdeutlich. Ein Krieg, der nicht zu gewinnen ist gegen einen Gegner, der nicht zu finden ist und diese Taktik ewig fortführen kann. Es geht eigentlich nur noch darum ohne Gesichtsverlust dort zu verschwinden.

Ein amerikanischer Gefreiter bringt es auf den Punkt: "Amerika is not at War, Amerika is at the mall." Sehr schön auch die Kinderzeichnungen an den Wänden der afghanischen Häuser.

In diesem Zusammenhang muss ich mal ein lobendes Wort über den ehemaligen Verteidigungsminister (ich kann es kaum glauben das ich das schreibe) loslassen. Wenn irgendetwas positives bleibt, dann die Tatsache das er den Krieg ins Bewusstsein der deutschen Bevölkerung zurückgeholt hat. Jaja, er hat ihn geschmacklos für seinen beispielosen zweijährigen Selbstdarstellungstrip missbraucht und sein unrühmliches Ausscheiden aus dem Amt damit verknüpft. Ein Mann, der selbstlos bis zum letzten politischen Atemzug, an forderster Front mitkämpfend, im Felde unbesiegt, seinen Dienst fürs Vaterland getan hat, bevor ihm die linke Hauptstadtpresse den Dolchstoß versetzt hat; als letze Tat noch die gefallenen Kameraden heimholend. Das verfängt, wie man an 500000 Facebook-Gruppenmitgliedern sehen kann.

Wie dieser Mann für alles steht was ich hasse und verabscheue. Dieser Ekel, der mich überkommt, wenn ich daran denke wie es ausgegangen wäre, wenn er nicht über seine eigene Dummheit und Eitelkeit gestolpert wäre oder, Gott bewahre, Kanzler geworden wäre. Das Schloss in Guttenberg zumauern wäre eine Maßnahme oder wie ein Engländer bereits vor über 400 Jahren schrieb:

O Spartan dog,
More fell than anguish, hunger, or the sea!
Look on the tragic loading of this bed;
This is thy work:—the object poisons sight;
Let it be hid.—Gratiano, keep the house,
And seize upon the fortunes of the Moor,
For they succeed on you.—To you, lord governor,
Remains the censure of this hellish villain;
The time, the place, the torture,—O, enforce it!
Myself will straight aboard; and to the state
This heavy act with heavy heart relate.





Dies auch an jene, die, auf dem Rücken liegend, "Regier mich" winseln wollen. Das ist Obamas Krieg, es ist seine Strategie und seine Verantwortung. Und jeder, der sich im Land auskennt sagt, das das nie und nimmer funktionieren kann. Und nein, ich hab auch keine Lösung parat. Es bleibt nur der Rückzug und angekratzte nationale Egos oder mit allem rein was Beine hat.

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