Für den größeren Teil der netzaffinen Leserschaft undenkbar, ich bin seit zwei Tagen offline. Mein Zugang zum Internet beschränkt sich auf gelegentliche Besuche des Hinterzimmers meines Stammkiosks, wo ich zwischen Jugendlichen, hmmm sagen wir mal mit Migrationshintergrund, Mails checke und wie jetzt auch mal ne Seite bloggen kann. Unfassbar, Sarazins türkische Kopftuchmädchen frisieren und schminken sich hier. Geht wohl zuhause nicht, weil Pappa den anatolischen Bauern schon ausgesucht und keine Ahnung hat das die Tochter sone Schlampe ist. Onlinepoker und Flirtchats, das ist so deren Zeitvertreib hier. Die Gespräche haben ein Niveau, das einfach unaussprechlich ist. Gibt offenbar nur Hurensöhne und Schlampen hier. Wortschatz maximal 500 Wörter. Ich kann also in Ihrer Anwesenheit ruhig über sie herziehen, sie können eh nicht vernünftig lesen.
Was fehlt mir eigentlich am meisten? Triebabfuhr? aktuelle Nachrichtenmeldungen? Spiele? Die Antwort ist recht klar, der Phantomschmerz kreist um die Abgeschnittenheit von jeglicher Information. Das trifft mich echt hart. Doppelt hart, weil ich nichtmal wen anrufen kann. Alle Telefonnummern sind in meinem Handy und das ist in Osnabrück vergessen worden.
Also was tun? Ich kram also das Telekom Entertainment Paket mit Reciever und allem drum und dran aus, was seit ungelogen zwei Jahren originalverpackt im Schrank steht. Dann also fernsehen. KULTURSCHOCK! Mit Fernsehen hatte ich in den letzten 5 Jahren nur bedingt zu tun. Eigentlich nur wenn ich bei meinen Eltern oder anderswo zu Besuch war. Und dann wurde meistens nur Sport und spezielle Sendungen gesehen (schließlich bestimme ich nicht über das Programm).
Mit dem Abstand von 4 Jahren kriege ich nun die Entwicklung des deutschen Fernsehens demonstriert. Unfassbar! Ich habe 78 Programme (von 200 oder so möglichen) und in jedem läuft der absolute Mist. Ok, für euch vielleicht nicht neues, aber für mich eine neue Erfahrung, die mich in tiefen Kulturpessimismus verfallen ließ.
Also ab in die Videothek für eine kleine Triebabfuhr oder einen guten Film. Oh mein Gott! Das Grauen, das Grauen! Ich ging mit dem Plan hinein, mir aus aktuellem Anlass einen Film mit Elizabeth Taylor und Richard Burton anzusehen. "Cleopatra" und "Wer hat Angst vor Virginia Wolf?" kamen mir in den Sinn. Also fragte ich danach. Ein kaugummikauendes Wesen mit hautengen Leggins aber mindestens 20 Kilo zuviel (natürlich mit Migrationshintergrund) schaute mich nur blöd an und fragte: Elisabeth wer? Richard wer? Das war zuviel das guten. Der Frust musste raus. Also rein in die Hardcoreabteilung und mir einen Film mit dicken, kaugummikauenden, jungen Frauen (natürlich mit Migrationshintergrund und Leggins) auf dem Titelbild ausgeliehen. Aber leider keine Chance, sie hats nicht begriffen. Also geknickt nach Hause geschlichen. Selbst wenn man mal frauenfeindlich sein will, nichtmal das klappt.
Ich hoffe die Entzugserscheinungen lassen bald nach.
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