Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Stück schreiben soll. Und bevor mir ein oberlehrerhafter Bildungsbürger, natürlich gut gemeint, mangelhafte Zitierweise vorwirft, gleich vorneweg: Lutherbibel, Ausgabe von 1918, Matthäusevangelium, Kapitel 7, Zeile 15-20.
Der Spiegel wird in seiner Montagsausgabe, die mir bereits am Samstagabend vorlag, mit dem gleichen Thema titeln und deswegen muss ich mich beeilen, um nicht am Ende, als Plagiator enttarnt, fremde Gedanken zu wiederholen. Ach ja: Othello, the moor of venice, William Shakespeare, Actus Prima, Scaena Tertia.
Ich bin enttäuscht! Maßlos enttäuscht! Das Ausmaß des Plagiats ist so gewaltig und umfassend, dass einem schlichtweg die Spucke wegbleibt. Im Gegensatz zur vorsichtig formulierenden Papierpresse habe ich ja den Vorteil unmittelbar, und natürlich auch ungefiltert, Informationen weitergeben zu können. Ich habe mich also wieder einmal rumgetrieben und Nachforschungen angestellt. Die fragliche Dissertation ist natürlich, im Gegensatz zu Agenturmeldungen, sehr einfach als PDF zu bekommen und lag bereits nach 3 Minuten in meinem elektronischen Briefkasten. So sieht es im Moment aus:
Ich bezweifle sehr, das eine wie auch immer zusammengesetzte Kommission der Uni Bayreuth zu einem anderen Ergebniss kommen kann, als die Mitautoren des GuttenPlagWikis, von dessen Seite die Grafik entnommen ist. In nicht einmal 48 Stunden, das Wiki wurde am Freitag aufgesetzt, wurde diese Arbeit derartig zerlegt und auseinander genommen, dass kein noch so wohlwollendes Gremium sie retten kann. Der Doktortitel ist unwiderbringlich verloren. Man muss die Arbeit auch gar nicht mehr lesen, um zu diesem Schluss zu kommen. Was auch immer daran einmal originär war, es ist das Papier nicht mehr wert, auf dem es gedruckt wurde. Ich maße mir an im Abfassen von Dissertationen sachkundig genug zu sein, um das beurteilen zu können. Einige meiner Blogleser haben auf diesem Gebiet ja auch Erfahrung.
Aus meiner Erfahrung im Abfassen und korrigieren von wissenschaftlichen Arbeiten bleiben nur wenige Erklärungsmöglichkeiten, wie es dazu kommen konnte. Entweder der Autor ist unfassbar dumm, oder der genannte Autor ist nicht der Verfasser. Ich will an dieser Stelle nicht nachweisen, was dieses wertlose Ejakulat eines gewissenlosen, selbstverliebten Selbstdarstellers so wertlos macht. Das kann jeder tun, der Google bedienen kann. Einfach einen beliebigen Textabschnitt kopieren und Dr. Google findet dann schon etwas. Gerne stelle ich die "Arbeit" zur Verfügung. Was mich so aufregt ist die unverschämte Dreistigkeit mit der hier gehandelt wurde. Seitenweise Vollplagiat! Sich dann vor die "handverlesene" Presse zu stellen und von "bestem Wissen und Gewissen" zu reden, mir ist richtig übel geworden dabei. Vor 24 Jahren wurde mir das letzte mal so übel. Mich würde es nicht wundern, wenn der Herr Bundesminster in nächster Zeit in einem Genfer Hotel ein Bad nimmt.
Either for her stay, or going: th' Affaire cries hast: And speed must answer it.
Der Spiegel wird in seiner Montagsausgabe, die mir bereits am Samstagabend vorlag, mit dem gleichen Thema titeln und deswegen muss ich mich beeilen, um nicht am Ende, als Plagiator enttarnt, fremde Gedanken zu wiederholen. Ach ja: Othello, the moor of venice, William Shakespeare, Actus Prima, Scaena Tertia.
Ich bin enttäuscht! Maßlos enttäuscht! Das Ausmaß des Plagiats ist so gewaltig und umfassend, dass einem schlichtweg die Spucke wegbleibt. Im Gegensatz zur vorsichtig formulierenden Papierpresse habe ich ja den Vorteil unmittelbar, und natürlich auch ungefiltert, Informationen weitergeben zu können. Ich habe mich also wieder einmal rumgetrieben und Nachforschungen angestellt. Die fragliche Dissertation ist natürlich, im Gegensatz zu Agenturmeldungen, sehr einfach als PDF zu bekommen und lag bereits nach 3 Minuten in meinem elektronischen Briefkasten. So sieht es im Moment aus:
Ich bezweifle sehr, das eine wie auch immer zusammengesetzte Kommission der Uni Bayreuth zu einem anderen Ergebniss kommen kann, als die Mitautoren des GuttenPlagWikis, von dessen Seite die Grafik entnommen ist. In nicht einmal 48 Stunden, das Wiki wurde am Freitag aufgesetzt, wurde diese Arbeit derartig zerlegt und auseinander genommen, dass kein noch so wohlwollendes Gremium sie retten kann. Der Doktortitel ist unwiderbringlich verloren. Man muss die Arbeit auch gar nicht mehr lesen, um zu diesem Schluss zu kommen. Was auch immer daran einmal originär war, es ist das Papier nicht mehr wert, auf dem es gedruckt wurde. Ich maße mir an im Abfassen von Dissertationen sachkundig genug zu sein, um das beurteilen zu können. Einige meiner Blogleser haben auf diesem Gebiet ja auch Erfahrung.
Aus meiner Erfahrung im Abfassen und korrigieren von wissenschaftlichen Arbeiten bleiben nur wenige Erklärungsmöglichkeiten, wie es dazu kommen konnte. Entweder der Autor ist unfassbar dumm, oder der genannte Autor ist nicht der Verfasser. Ich will an dieser Stelle nicht nachweisen, was dieses wertlose Ejakulat eines gewissenlosen, selbstverliebten Selbstdarstellers so wertlos macht. Das kann jeder tun, der Google bedienen kann. Einfach einen beliebigen Textabschnitt kopieren und Dr. Google findet dann schon etwas. Gerne stelle ich die "Arbeit" zur Verfügung. Was mich so aufregt ist die unverschämte Dreistigkeit mit der hier gehandelt wurde. Seitenweise Vollplagiat! Sich dann vor die "handverlesene" Presse zu stellen und von "bestem Wissen und Gewissen" zu reden, mir ist richtig übel geworden dabei. Vor 24 Jahren wurde mir das letzte mal so übel. Mich würde es nicht wundern, wenn der Herr Bundesminster in nächster Zeit in einem Genfer Hotel ein Bad nimmt.
„Der Vorwurf ist absurd, die Arbeit ist kein Plagiat“, sagte Häberle der „Bild“-Zeitung (Donnerstag). „Sie wurde von mir in zahlreichen Beratungsgesprächen eingehend kontrolliert.“ Gleichzeitig betonte der inzwischen emeritierte Wissenschaftler: „Herr zu Guttenberg war einer meiner besten Seminaristen und Doktoranden.“
Herr Häberle, womit verdienten sie eigentlich Ihr Geld? Das Betreuen von Doktorarbeiten gehörte nicht zu Ihrer Arbeitsplatzbeschreibung, soviel ist sicher! Jeder Mensch, der einen Computer bedienen kann, erkennt dieses Schriftstück als Plagiat. Hoffentlich war das Honorar wenigstens den Stress wert, den sie nun haben.
Liebe Prüfungskommision, SUMMA CUM LAUDE? Das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein! Da kann ich mir auch einen Titel in Osteuropa kaufen. Wozu habe ich mir 4 Jahre lang, teilweise die Nacht durch, den Arsch aufgerissen. 4 lange Jahre lang keinen Tag Urlaub, bei 70-Stunden-Wochen für einen Stundenlohn von umgerechnet 2 Euro 40!
Er heischt in des allmächtgen Gottes Namen,
Daß Ihr Euch abtun und entkleiden solltErborgter Hoheit, die durch Gunst des Himmels,Durch der Natur und Völker Recht ihm zustehtUnd seinen Erben: Eurer Krone nämlichUnd aller Ehren weiten Kreis, den SitteUnd Anordnung der Zeiten zugeteiltDer Krone Frankreichs.
Und, um im Bild zu bleiben, wo kein Mahnen hilft, da folgt das blutige Erzwingen! Ich überlasse es mal meinen Lesern, das Zitat zu erkennen. Der erste der es in der Kommentarsektion richtig zuweisen kann, dem stelle ich eine Promotionsurkunde aus, Summa cum laude natürlich, mit Klebesternchen.
Was ist jetzt die Moral von der Geschichte? Alles muss einen Sinn haben, das Gute muss siegen. Some shall be pardon'd, and some punished. Na, woher?
Wir haben einen Prüfling, einen Prüfer und eine Prüfungskommision, die gemeinsam alles in den Schmutz ziehen, was Wissenschaft so wundervoll macht. Gerade habe ich noch in einem Beitrag eine Disziplin der Wissenschaft der Untätigkeit geziehen. Die Worte bleiben mir im Halse stecken! Der akademische Betrieb meuchelt sich selbst! Da braucht es keine Kreationisten oder Homöopathen, das besorgen wir schon selber. Wenn es ein gutes hat, dann das die Promotion für Egomanen an Attraktivität verliert, die Macht und Mittel haben sie sich zu kaufen. Vor meinem geistigen Auge sehe ich die promovierten Volksvertreter jetzt hastig ihre Arbeiten korrigieren. Auf den politischen Fallout bin ich nicht einmal eingegangen, das wäre fast einen eigenen Artikel wert.
Ich schließe, natürlich, mit einem Zitat, ohne Fußnote, ohne den Autor zu nennen. Es ist ja offensichtlich sowieso egal.
Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen...
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| Iago, der Lügenbaron |
Hier ist der Dreck, für die Masochisten, die es sich wirklich im Original antun wollen.


















