Ich bin ja nun schon seit einiger Zeit in einem Fitnessstudio (ja, grausamerweise wird das jetzt so geschrieben) angemeldet. Mein Trainingsprogramm sieht im Moment folgendermaßen aus und ist auch Gewichtsreduktion ausgerichtet.
Mo-Fr:
- Vormittags 45min Cardiotraining auf dem Fahrradergometer
- Nachmittags 10min Rudern + 2 Sätze a 20 Wiederholungen an 6 Geräten Kraftausdauer.
- 45min Cardiotraining + 2 Sätze Kraftausdauer
- Regeneration
Insgesamt also 11mal Sport die Woche. Was sich anhört wie ein strammes Programm ist es in wirklich nicht so sehr, da ich die Intensität bewußt niedrig gewählt habe, um die Motivation nicht zu gefährden. Ich kann jetzt nach 7 Wochen mal eine Zwischenbilanz ziehen. Die sieht so aus:
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| Gewicht in Blau (linke Spalte), BMI in Rot (rechte Spalte) |
Wie man sieht geht es langsam aber sicher voran. Die grüne Linie bezeichnet eine angenommene Gewichtsabnahme von einem Kilogramm pro Woche, die sich noch gerade mit den Richtlinien der WHO vereinbaren läßt. Schneller sollte man nicht abnehmen, da sonst gesundheitliche Schäden drohen.
Spannender in diesem Zusammenhang ist aber die nächste Grafik. Sie zeigt die Strecke, die noch vor mir liegt. Wie man sieht reicht das Zeitfenster bis in den Januar 2014. Die horizontalen Linien beschreiben die medizinischen Diagnosen nach WHO-Definition für meine Körpergröße und mein Alter. Bis zum einem BMI von 30, was ungefähr einem Körpergewicht von 104 Kilogramm entspricht kann ich Hilfen der Krankenkasse in Anspruch nehmen. Ob ein von der Krankenkasse gefördertes Abnehmprogramm noch nötig ist, wenn es im Herbst wieder anfängt ist extrem unklar. Wenn sich der Trend fortsetzt wohl eher nicht. Vermutlich werde ich nur eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Sport kann ich eh nicht mehr machen.
Viel wichtiger als die Gewichtsabnahme ist jedoch der psychische Effekt. Ohne Sport depressive Schübe, mit Sport nicht! Eine Sporteinheit schützt mich 3-4 Stunden vor der Depression, genau deswegen mache ich zwei Einheiten am Tag. Da ich keine Psychopharmaka verschrieben bekomme, muss ich mir sozusagen eben selber welche herstellen. Außerdem bringt das Struktur in den Tag. Leider frisst es auch fast den gesamten Energiepool des Tages auf. Zu viel mehr bin ich derzeit nicht in der Lage. Mit zunehmender Fitneß erhöht der sich aber auch, so daß ich noch andere Dinge tun kann.
Im Studio tun sich noch andere lustige Dinge, die aber thematisch hier nicht so reinpassen. Wenn überhaupt, wird meine latente Soziophobie dadurch noch gestärkt. Weil das Training so eine niedrige Intensität hat (es ist ja nur auf Gewichtsabnahme ausgelegt) bleibt mir genug Kraft für soziale Beobachtungen und Experimente.
Wenn es mit der Motivation mal nicht so klappt und ich große Mühe habe die 200 Meter bis zum Studio zu überwinden schaue ich mir immer diesen Film an. Danach kann ichs meistens nicht mehr erwarten.
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Fundstücke:
Ich will nur noch mal daran erinnern, Season 3 hat angefangen. Hier speziell für Frau M aus K: Cellomusik, die vielleicht auch Schüler motiviert. Das Ambiente tut es in jedem Fall!


















